Führung mit Herz

So wie wir bereits im letzten Jahr mit unserem Projekt I LOVE GASTRO auch als Teilnehmer gestartet sind, so wollen wir auch in diesem Jahr wieder Ausbildungsabbrüche verhindern und unseren wundervollen Azubis den Start in die Berufswelt erleichtern. Es ist an der Zeit, das Ruder rumzureißen und den Blick auf die Bedürfnisse und Wünsche der Auszubildenden zu richten. Zusammen mit der Luchs Akademie stellen wir uns dem Problem der falschen und ungesunden Kommunikation zwischen Betrieb und Azubis, wollen gegenseitige Erwartungen abgleichen, Kompetenzen vermitteln und so zu einen gesunden Flow im Ausbildungsbetrieb schaffen.

Alex, der Kulturwandel Hippie

„Es hält sich hartnäckig, das Bild, in dem Auszubildende als billige Arbeitskräfte dargestellt werden …“
beginnt Alex den die heutige Zusammenkunft aller Ausbildungsbetriebe, die in diesem Jahr an dem Projekt I LOVE GASTRO teilnehmen werden. Es ist Alex eine absolute Herzensangelegenheit, dass Betriebe endlich umdenken und an der Wertschätzung Ihrer Azubis und Mitarbeiter arbeiten. Gespannt und voll motiviert blickt er in verschiedene Gesichter, die alle eines gemeinsam haben: Sie wollen etwas bewegen. Für Unsere Fachkräfte von morgen aber auch für sich, als Ausbildungsbetrieb. Alex möchte zusammen mit der Luchs Akademie auch in diesem Jahr wieder für den Kulturwandel einstehen und Ausbildungsplätze sensibilisieren. „Wo Wertschätzung im Mittelpunkt steht, gibt es auch keinen Fachkräftemangel. Es ist doch verrückt, dass mich andere anschauen als sei ich ein Hippie, wenn ich über den Kulturwandel philosophiere!“ erzählt er mir, als wir über das Projekt sprechen.

Alex ist anders. Seine Einstellung zum Gastgewerbe und seine Einstellung zu seinen Mitarbeitern ist anders, als die von anderen Betrieben im Gastgewerbe. Er schreitet stets als gutes Vorbild voran und animiert Kollegen, sich auf das wesentliche zu fokussieren. Ich sehe Alex, seitdem ich ihn kenne, als eine Art Tatortreiniger. Er versucht unermüdlich den „Schmutz“ und die negativen Vibes auf die Sicht im Gastgewerbe zu bereinigen und das Image wieder positiv aufzubauen. Er inspiriert die Menschen in seiner Umgebung und zeigt ganz neutral den Weg zurück zu den schönen Seiten unserer Branche. Die Gastronomie ist ein Ort an dem Menschen zusammenkommen. Es geht Ihm um die Emotionen und um den Erlebniswert, den unsere Gäste erfahren aber auch das gesamte Team. Das Gastgewerbe ist die schönste Branche und Alex ist dabei, all den Menschen die gegenteiliges behaupten und eine eingefahrene Meinung darüber haben, vom Gegenteil zu überzeugen. Er ist ein Pionier, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Sicht auf unsere wunderschöne Branche zu verändern. Und das tut er mit ganz viel Geduld und einer ordentlichen Portion Herzensblut schon beinahe so, als würde er an gar nichts anderes mehr denken (außer an Alena und Albert natürlich).

Er macht auch kein Geheimnis darum, dass es mal anders war und sich seine Unternehmensphilosophie erst in den letzten Jahren so drastisch verändert hat und sein Augenmerk dabei besonders auf seine Fachkräfte gerichtet wurde. „Es ist nie zu spät umzudenken.“ ein Satz, den man von Alex durchaus öfter hört.

Der besondere Teamspirit

„Sag mal, wieso seid Ihr eigentlich zu uns gekommen …?“ Eine Frage, die ich momentan nahezu gleich beantwortet bekomme, wenn ich mich mit unseren Azubis und den neuen Gesichtern in unserem Unternehmen unterhalte. Egal ob begonnene Ausbildung oder neues Arbeitsverhältnis, alle sind sich einig, dass es in erster Linie um den besonderen Teamspirit geht und um das, was Alex alles für seine Schützlinge tut. „Es ist einfach alles so stimmig, was einen hier erwartet. Die flache Hierarchie und das offene Ohr, was selbst die Betriebsleiter für jeden Mitarbeiter haben, habe ich so noch nie erlebt. Rund um die Uhr ist jemand für dich erreichbar und hilft bei Sorgen und Nöten“, erzählt mit Berti, die gerade frisch zu uns gewechselt ist. „Ich bin einfach froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin!“ fügt sie hinzu „Das war die beste Entscheidung!“

Es fühlt sich nach Familie an und trotzdem wird die Privatsphäre immer respektiert. Ein Punkt, der durchaus in der Mehrzahl der Betriebe nicht eingehalten wird. „Ich wurde immer vorher gefragt, ob ich einspringen kann…“, erzählt unsere Auszubildende Michelle mir beim gemeinsamen Mittagessen. „Ich habe es hier noch nie erlebt, dass mir unterwiesen wurde, dass ich arbeiten muss, obwohl ich frei habe.“ Erklärt sie mir weiter. Ich werde neugierig und stupse Pascal an, der neben mir sitzt und seine Nudeln isst, warum er denn mitten in seiner Ausbildung hier hergewechselt ist.
„Man wird hier nicht klein gehalten, nur weil man in der Ausbildung ist. Alex nimmt uns trotzdem ernst und fördert unsere Stärken. Am besten finde ich die wöchentlichen Workshops und Seminare, in denen man zusätzlich sein Fachwissen erweitern kann und nie auslernt. Das gab es in meinem vorherigen Ausbildungsbetrieb überhaupt nicht!“

Wo Wertschätzung im Mittelpunkt steht

Etwas, was Alex dabei sehr wichtig ist, ist die Wertschätzung der Hilfsbereitschaft seiner Mitarbeiter. So bedankt er sich beispielsweise für dreimaliges einspringen mit einem Einkaufsgutschein.

„Das motiviert ordentlich..“ freut sich Symo als Alex ihm neulich für seinen häufigen Einsatz einen Gutschein überreicht hat.

Ich weiß noch, wie ich mich damals in der Ausbildung gefühlt habe als meine Hilfsbereitschaft und die meiner Azubi Kollegen höchstens mit einem beiläufigem „Danke!“ abgetan wurde. Man denkt, es muss ja so sein und findet sich mit seiner Rolle ab. Auf lange Sicht gesehen fühlt man sich einfach nicht wahrgenommen und wichtig. Oft resultieren dann genau aus solchen Problemen die Momente, in denen der Azubi oder Mitarbeiter auf Sparflamme läuft, nicht mehr über sich hinaus wächst oder gar in aller Verzweiflung die Ausbildung oder die Betriebsangehörigkeit abbricht. Etwas, was es heutzutage einfach nicht mehr geben darf. Der Mensch, der sich hinter der Funktion verbirgt, muss gesehen und für sein Dasein geschätzt werden. Das schafft Alex erfolgreich mit seiner Philosophie, welches auch unter https://www.ilovegoslar.de/geben_und_nehmen.php jederzeit nachgelesen werden kann.

Die Zeit des Wandels

Es hat ein Kulturwandel stattgefunden, den die meisten Betriebe einfach noch immer nicht verstanden haben. Die Lebenseinstellung und die Prioritäten der Menschen dieser Generation darf nicht mehr mit „Diese Jugend heutzutage!“ oder „Die müssen alle mal lernen, wie man arbeitet!“ heruntergestuft werden. Alex wünscht sich, dass Betriebe aus Ihrer Komfortzone rauskommen und sich als Unternehmen einfach mal selbst reflektieren. „Es würde keinen Fachkräftemangel geben und keiner müsste fürchten, dass ihm die Mitarbeiter davon laufen, wenn das Gastgewerbe endlich die Zeichen der Zeit erkennen würde und die Leute wieder gerne zur Arbeit kommen würden.“
Eine Aussage, die ich absolut berechtigt finde. Es muss passieren, dass sich die Betriebe den Spiegel vorhalten und ihre Defizite erkennen. Einer Aufgabe, die sich Alex auch wieder in dieser Runde I LOVE GASTRO stellt./p>

Am Ende der Zusammenkunft der heutigen KICK OFF Veranstaltung sind sich alle einig, dass dieses Projekt genau das richtige ist und stimmen dem Plan von Tom, Christoph und Alex zu, ihren Azubis ein guter und wertschätzender Ausbildungsplatz zu sein.

Als von Seiten der Betriebe keinerlei Fragen mehr im Raum standen, alle Unstimmigkeiten besprochen wurden und die Sitzung dem Ende zuging fragte ein Kollege aus letzter Reihe in den Raum hinein : „Alex, bist DU denn auch zufrieden?“

Alex lächelte, packte entspannt sein Schoko Bonbon aus, welches direkt in seinen Mund wanderte und versicherte mit freundlicher Miene seinen Kollegen: „Ja, ich bin sehr zufrieden so wie es ist!“