Die Liebe steckt im Detail

... ein Satz, der nicht nur für unsere Küchenhelden gilt.

Liebe kann man fühlen, aber wusstest du eigentlich auch, dass man Liebe schmecken kann? Und Liebe kann man nicht nur fühlen oder schmecken, sondern auch sehen. Wie wir das umsetzen kann und wie eine Orange den Weg zu einer nachhaltigeren Arbeitsweise ebnet, liest du heute in unserer Lovestory. Mittwochmorgen, 9:00 Uhr: Mit Masken bewaffnet und natürlich negativ getestet beginnt das heutige Team seine Arbeit während des Lockdowns. Während ich Steffen dabei helfe seinen Shooting-Spot im Restaurant des Schiefer aufzubauen, um für unsere Kampagnen neues Bildmaterial unserer Steaks aufzunehmen, höre ich, wie es in der Küche schon fleißig zur Sache geht und sich das heutige Küchenteam auf seine Arbeit vorbereitet. Detailverliebt und fürsorglich drapiert Steffen einen Blumentopf mit kleinen lila Blüten und einen saftigen Busch Rosmarin auf unserem Fototisch. „Vielleicht noch ein kleines Teelicht…“ murmelt Steffen vor sich hin und setzt weitere Kleinigkeiten in Szene, während er immer wieder checkt wie das Gesamtbild auf der Kamera wirkt. „Das Steak soll sich ja schließlich auch wohlfühlen.“ blinzle ich Steffen zu und wir beide fangen an zu lachen.

„Ich gehe schonmal schauen, was in der Küche so los ist“ rufe ich Steffen zu und verschwinde mit meiner Kamera in der Küche. Kevin, unser Küchenchef, erklärt seinen beiden Kochazubis was heute auf dem Plan steht. Die beiden sollen selbstständig ein Dessert aussuchen und anschließend gemeinsam kochen. Begeistert tauschen die beiden sich aus und entscheiden sich schlussendlich für Crêpe Suzette. „Gute Wahl!“ nickt Kevin den beiden zu und erklärt nebenbei Hend und Lisa, wie man eine Orange filetiert. „Aus der Orange machen wir mit Nelken, Rum und ein paar anderen Gewürzen die Soße für den Crêpe, die sogenannte Suzette." erklärt er.

Die Liebe zur Nachhaltigkeit

Mit viel Präzision und ja, schon fast liebevoll schneidet er Stück für Stück die Schale von der Orange. Kevin ist es wichtig, dass auch die Azubis im Service das besondere Gefühl für die einzelnen Produkte bekommen und den Wert der Gerichte schätzen. Essen ist Leidenschaft. Und zur Leidenschaft gehört Liebe und Respekt. Deshalb vermittelt er verantwortungsbewusst, wie ich ihn kennengelernt habe, die wichtigsten Basics in der Verarbeitung der Zutaten. „Bitte schneidet so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig von der Orange ab. Es wäre viel zu schade, wenn etwas im Müll landet, was dort nicht hingehört." Ich fühle mich Kevin in diesem Moment total verbunden. Diese Aussage bestärkt unser aktuelles Ziel in unserer Arbeit: Nachhaltigkeit in der Gastronomie fördern und ein stückweit auch fordern. So wie wir bereits mit unserem, Projekt „I LOVE GASTRO" für eine nachhaltigere Arbeitskultur im Gastgewerbe einstehen, so wollen wir es uns als nächstes Ziel setzen, ein ökologisch vertretbares System in der Warenbeschaffung, sowie der Energie und Bedarfsmittelversorgung zu entwerfen. Daher ist es für uns umso wichtiger, schon unsere nächste Generation von Mitarbeitern optimal in eine positive und nachhaltigere Arbeitsweise einzuarbeiten. Unsere Kollegen im Service sind unser Sprachrohr. Nur wenn es uns gelingt, unseren Gastgebern das nötige Feingefühl nahezubringen, können sie genau diese Message mit Charme und viel Liebe zum Detail unseren Gästen in unseren öffentlichen Wohnzimmern vermitteln. Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Essen ist Liebe. Essen bedeutet Respekt. Respekt vor den Produkten und Respekt vor der Arbeit, die hinter jedem Gericht steckt.

Zwischen Steakduft und Lehrbuchluft

Zufrieden und wahnsinnig inspiriert von Kevins Worte schreite ich aus der Schiefer Küche auf meinen Kollegen Steffen zu, der bereits dabei ist, ein saftiges Steak in eine optimale Szene zu setzen. „Wo ist eigentlich der andere Teller?" fragt er Jana, die heute als Handmodel mitwirkt und ebenfalls verwundert in der Gegend rumschaut. "Kleine Kostprobe!" schmunzelt Alexander und genießt mit einem breiten Grinsen im Gesicht ein paar Streifen Steak. „Ich glaube, Albert wäre auch nicht so ganz abgeneigt." sagt Steffen und schaut unseren tierischen Freund auf vier Pfoten mitleidig an. Auf der anderen Seite des leergefegten Restaurants gibt Tina alles, um einer weiteren kleinen Gruppe Azubis bei dem Schulstoff nachzuhelfen. Aufgrund der Pandemie erhalten sie weitaus viel weniger Lehrmöglichkeiten in der Praxis als es überhaupt verkraftbar ist. Umso motivierter sieht das Team sich, den Azubis mit viel Fachwissen zur Seite zu stehen, um einen optimalen weiteren Verlauf der Ausbildung zu gewährleisten. Vor allem ist das deshalb so wichtig, weil ein Teil der Azubis bereits vor den Abschlussprüfungen steht. Getreu dem Motto: „Keiner ist allein und jeder ist für jeden da!“ Während Kevin bereits das Mittagessen für das Team anrichtet, neigt sich so langsam der Pandemie Alltag in den vier Wänden des Schiefers dem Ende zu. Wir haben wieder mit viel Liebe zum Detail und einer Menge Optimismus für unsere Branche gezeigt, dass es um weitaus mehr als nur "essen gehen" geht. Gemeinsam und Hand in Hand für mehr Wertschätzung im Gastgewerbe. Selbst ohne Gäste und während des Lockdowns eine Herzenssache.