Der Job

Diese Lovestory wird anders.

In dieser Lovestory wird es um Menschen gehen, dessen Betriebsangehörigkeit in diesem Unternehmen einfach vieles in Ihrem Privatleben verändert hat. Lange gab es hier keine Lovestory mehr und du hast Dich sicherlich gefragt, warum das so ist. Der Grund ist ganz einfach:

Ich habe mich auf den Weg gemacht und Menschen in unserem Team befragt. Ich habe viele Gespräche geführt und einige Aha-Momente erlebt. Ich durfte tief eintauchen in Geschichten. Mir wurden vielerlei Gefühle anvertraut und über einige Situationen musste ich mir erstmal im Klaren werden.

Es war emotional. Und damit meine ich es so wie ich es auch schreibe: Verdammt nochmal, sind da viele Emotionen geflossen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen Kollegen bedanken, die mir so ein gewaltiges Vertrauen entgegengebracht haben, und bei mir ihren Emotionen einfach mal freien Lauf gelassen haben.Und davon möchte ich Euch heute erzählen.

BERTI UND DAS NEUE LEBENSGEFÜHL

Es ist halb 12 mittags, als ich gerade dabei war die Tims Wochenkarten Story zu posten als jemand zaghaft an meiner Bürotür klopfte.

„Komm gern rein!“, rufe ich, ohne zu wissen, wer mich da wohl erwartet.
Es öffnete sich die Tür und mit freundlicher Stimme und einem gut gelauntem „Hey Michaela!“ wurde ich von unserer Berti begrüßt. Ihr erinnert Euch, ich meine Berti, die eigentlich Melanie heißt! 😉

Sofort fiel mir ein, dass ich vor einigen Tagen Berti gefragt habe, ob Sie nicht mal Lust hat, ein wenig mit mir über Ihre bisherige Work-Life-Balance zu sprechen.

„Setz Dich gern, Berti.“ fordere ich Sie auf und lege mein Smartphone gespannt beiseite. Ich erzähle Ihr von meinen Recherchen und was ich mir für die neueste Lovestory überlegt habe. Ich schaute Sie an und fragte einfach unverblümt: „Berti, wie hat sich Dein Leben durch diesen Job hier verändert.?“ Noch bevor Sie antworten konnte, wollte ich Sie wissen lassen, dass alles, was Sie mir erzählt, vertraulich ist und ich schweige wie ein Grab. „Indianer Ehrenwort!“, schmunzel ich Berti zu.

Außerdem verspreche ich, dass nichts in der Lovestory erwähnt wird, was Sie auch nicht will.

Mir war es sehr wichtig, dass die Leute nicht nur für die Story Ihre Geschichten erzählen, ich wollte, dass Sie gern mit mir reden. So wie auch mit einer Freundin beim Kaffee. Deshalb musste ich einfach eine Vertrauensbasis schaffen, sodass sich auch wirklich jeder wohl bei mir gefühlt hat. Berti atmete tief durch und legte direkt los. Sie erzählte mir von Ihrem vorherigen Job, davon wie sie dort die Arbeitsumstände empfunden hat und wie sich diese Gefühle auf Ihren Kopf ausgewirkt haben. Sie fühlte sich nicht mehr angehörig und hat einfach irgendwann gewusst, dass es an der Zeit ist zu gehen. Eine wahnsinnig mutige Entscheidung, in Zeiten der Pandemie.

Sie erzählte mir von Ihren Eltern, die beide Ihre Hilfe täglich benötigen und gepflegt werden müssen. Sie erzählte mir davon, dass es eine Zeit in Ihrem Leben gab, in dem Sie nichts anderes tat, als sich um Ihre Eltern zu kümmern und arbeiten zu gehen. Um Geld für Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, aber auch für die Pflege und Medikamente Ihrer Eltern. Sie arbeitete Stunde für Stunde und Tag für Tag in einem großen Kaufhaus, um dann am Ende hinter Ihrem Geld hinterherlaufen zu müssen. „Es war die Hölle!“, erzählte Sie mir. „Ich habe mich so hilflos gefühlt. Ich habe für mein Geld gearbeitet, viele Überstunden geleistet und als ich viel zu wenig Geld auf dem Konto überwiesen bekommen habe, wurde ich mit den Worten: „Tut uns leid, wir können Dir nicht alles auszahlen, das hast Du falsch verstanden!“ abgetan. „So saß ich da. Kein Geld, mein Dispo auf dem Bankkonto ausgereizt und meine Ersparnisse aufgebraucht. Ich wusste nicht mehr weiter. Meine Eltern brauchten doch Ihre Medikamente und ich musste auch weiter meinen Verpflichtungen nachkomme!“ In diesem Moment wurde mir abwechselnd kalt und heiß, denn ich sah in Bertis Augenwinkeln kleine Tränen glitzern. Ich spürte, wie Sie diese Zeit belastet und geprägt hatte. Ich konnte Ihr ihre Verzweiflung ansehen und schon lächelte ich Ihr zu. „Es ist okay, lass es ruhig raus!“ Ich nahm Sie in den Arm und Sie sagte mir mit glasiger Stimme „Tut mir leid, dass ich hier so rumheule. Aber ich bin in dieser Zeit wirklich über meine Grenzen gegangen und hab das noch nicht ganz verkraftet!“ Sie wischte Ihre Tränen weg und lächelte mich an.

„Aber es gibt ja eine positive Wendung. Durch Sven, den ich schon sehr lange kenne, bin ich dann auf die Gastro Urban Philosophie aufmerksam geworden. Ich habe mich dann direkt beworben und hatte Glück!“ „Seitdem ich hier arbeite, musste ich mir keine Gedanken mehr um mein Gehalt machen. Hier werde ich von meinen Kollegen und Gästen wertgeschätzt und habe das Gefühl, für meine Themen und Bedenken ist jederzeit jemand greifbar!“ „Und weißt Du, was das Beste ist?“, fragt Sie mich freudestrahlend. Ich zucke mit den Schultern und erwidere „Klär mich auf!“ „Ich habe endlich wieder Freizeit neben der Pflege meiner Eltern und das in der Gastronomie! Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist.“

PATRICK AUF UMWEGEN

Ein weiteres schönes Beispiel für meine Story ist auch unser Koch Patrick. Und den habe ich mir auch direkt geschnappt, als ich in der Küche unterwegs war und gesehen habe, dass er ganz entspannt Ware im Lager verräumt. Ich ging zur Kaffeemaschine, machte mir und Schwalle, wie er von uns allen genannt wird, einen Kaffee und flitzte damit bewaffnet ins Lager.

Ich erzählte Ihm von meinem Projekt und fragte Ihn direkt, ob er nicht Lust hat, mir von seinem Weg in der Arbeitswelt zu erzählen. Ohne lang zu überlegen, fing er direkt an und erklärte mir, dass er schon sehr lange in der Tims Küche steht, um Goslar und Umgebung zu bekochen. „Es gab eine Zeit, in der ich das Gefühl hatte, ich muss was anderes sehen und hier ausbrechen und so habe ich in einer neuen Gastronomie angefangen!“ Schockiert schaute ich Ihn an. „Ich arbeitete zu dem Zeitpunkt schon sehr lange hier und für mich war alles was man hier geboten bekommt schon so zur Normalität geworden, dass ich gar nicht darüber nachgedacht hatte, dass mir das woanders ja fehlen könnte!“

Ich nippte an meinem Kaffee und lauschte gespannt seinen Worten. „Also war der neue Job nicht so gut, oder wie verstehe ich das?“ fragte ich ihn. „Anfangs war das alles ziemlich verlockend dort. Keine Spätschichten, wenig Geschäft und ein sehr, sehr, sehr ruhiges arbeiten.“ Klingt für mich im ersten Moment doch gut, denke Ich und bin gespannt wann das große ABER kommt. „Aber es hat mich nicht erfüllt! Mir fehlten meine Freunde, mein vertrautes Umfeld und die Handarbeit. In dem Betrieb, in dem ich arbeitete, wurde nicht mehr bei Bestellung frisch gekocht. Es wurde vorgekocht und bei Bestellung erwärmt. Das war furchtbar. Wie ein Pilot, der nur zusehen darf, wie ein Flugzeug fliegt, aber nicht selbst im Cockpit sitzt!“ Wir beide lachen und ich musste sofort an meine Situation denken. Ich verstand sofort, was Patrick mir damit sagen wollte. Ich bin auch leidenschaftlich gerne Gastgeberin und auch mir fehlt der Kontakt zu Menschen. Ich mag zwar auch meinen Job im Social-Media-Marketing, aber ich brenne tief in mir für eine andere Richtung. Täglich mit „meinesgleichen“ umgeben zu sein, aber nicht selbst loszuflitzen, ist schon schwer für mich.

Patrick räumte einen Karton Orangen in das Regal und sah mich an „Da war mir dann eigentlich schon klar, dass ich mich falsch entschieden habe. Aber das Blatt wendete sich Glücklicherweise noch für mich.“ Er sortierte blitzschnell Orangen, Zitronen und Limetten ein und setze sich für einen Schluck Kaffee auf den Rolli.

„Ich wurde dann überraschend zur Weihnachtsfeier der Gastro Urban GmbH eingeladen und ging natürlich hin. Ich freute mich so sehr meine Freunde wiederzusehen und all die Leute, mit denen ich so gerne zusammengearbeitet habe. Es fühlte sich zu keiner Sekunde an diesem Abend falsch an, dass ich da war und ich wurde so herzlich vom Team aufgenommen. Ich war natürlich etwas wehmütig, denn ich wusste, dass ich ja eigentlich gar nicht mehr zum Team gehörte.“

Er machte eine Pause und lachte mich an „Der Abend verlief noch Mega gut und als ich an der Theke lehnte, um mir was zu trinken zu holen, stand plötzlich Kevin, der Küchenleiter, neben mir. Er schupste mich an und fragte mich, wann ich denn endlich wieder nachhause kommen will. Ich überlegte nicht lange und sagte sobald ich wieder nach Hause kommen darf. Kevin nahm mich daraufhin in den Arm und sagte mir, dass die Tür für mich jederzeit offensteht.“

Man sah in diesem Moment wie froh Patrick war, und ich freute mich, dass er seinen kleinen Umweg im Lebenslauf doch noch mit dem Weg nach ‚Hause‘ abschließen konnte. Ich schaute auf meine Uhr und verschluckte mich fast am letzten Tropfen Kaffee, denn es war schon kurz vor 10! Ich hatte mich so mit Patrick verquatscht, dass ich das Meeting vollkommen vergessen hatte. Ich bedankte mich bei Patrick für das Gespräch, sortierte meine Tasse in die Spülmaschine ein und marschierte auf direktem Wege Richtung Schiefer Büro.

MITTAGESSEN MEETS GESCHICHTE

Ein paar Tage später fand ich mich in einer gut gelaunten Runde mit Kevin, Mignon und Sascha wieder. Wir saßen gemeinsam nach unserem Workshop im Tims und wollten zu Mittag essen. Ich nutzte natürlich sofort diese Gelegenheit und fragte einfach mal gespannt in die Runde. „Leute, wie hat die Gastro Urban GmbH eigentlich Euer Leben verändert?“ Kevin war der Erste, der kurz in sich kehrte, einen Schluck Cola nahm, um mir dann zu sagen „Vor allem hat mich dieser Job mental verändert. Ich habe so vieles über mich selbst gelernt und bin zu einer echten Führungskraft geworden! Das war nicht immer so. Ich erinnere mich an Zeiten in meinem Leben in denen ich mehr am Herd und unter Stress stand als Zuhause zu sein oder generell ein Privatleben zu haben. Ich habe, bevor ich hier angestellt wurde, die Gastronomie immer automatisch mit Stunden rocken und wenig bis keiner Freizeit verbunden. Das ist jetzt anders. Hier darf man sich Freiraum einräumen und auch jede Stunde, die man arbeitet, wird bezahlt. Das war bisher auch nicht normal. Wenn ich jede einzelne Stunde, die ich jemals unbezahlt gearbeitet habe, zusammen zählen würde, dann würden wir locker im 5-stelligen Bereich landen.“

Mignon, die am Rand saß und gerade Ihr Putensteak durchschnitt, nickte befürwortend. „Ja, das stimmt. Ich kann Kevin nur zustimmen. Auch ich wachse hier über mich hinaus. Man wird hier bestärkt und die eigenen Fähigkeiten werden in verschiedenen Seminaren und Workshops gefördert. Das schafft eine Menge mentale Stärke und man verhält sich automatisch in seinem Privatleben selbstbewusster und selbstreflektiert!“ Mignon, die bereits eine große Karriere im Hotelbusiness hinter sich hat, fungiert als Alex‘ rechte Hand und ist eine sehr organisierte und strukturierte Managerin, in dem was Sie leistet.

Sascha, der bereits seit Februar 2010 im Unternehmen arbeitet, fügt hinzu „Man geht mit einem anderen Mindset durch das Leben und das ist ein wahnsinnig großer Gewinn für die persönliche Zukunft. Man legt seine (Selbst-) Führungsqualitäten ja nicht ab, sobald man nach Hause geht. Alles, was wir hier gelernt haben, über viele Jahre hinweg hat auch positive Auswirkungen auf den privaten Erfolg! Ich sehe die Entwicklung der Gastro Urban GmbH über all die Jahre als durchweg innovativ, interessant und vorbildlich und freue mich auf unseren weiteren Weg!“

Ich sauge jedes einzelne Wort wie ein Schwamm auf und freue mich sehr, dass wir in einer solchen netten Situation ins Gespräch gekommen sind. Satt und glücklich verabschiede ich mich von der Truppe und mache mich auf den Weg in mein Büro. Sofort möchte ich diese ganzen Worte und persönlichen Erfahrungsberichte schwarz auf weiß festhalten. Ich setzte mich mit einem Espresso an meine Tastatur und ließ alles raus, was mir im Kopf in unserem Gespräch geblieben ist.

STEV UND WIE DAS LEBEN SO SPIELT

Ca. eine Stunde später lehnte ich mich zufrieden in meinen Stuhl zurück als ich plötzlich unseren Stev im Nebenzimmer, welches die Umkleideräume der Mitarbeiter darstellt, hörte.

„Steeeeev, hast Du einen Moment Zeit für mich?“, rief ich frech rüber. Es dauerte ein paar Minuten und Stev stand frisch umgezogen und fertig für den Schichtbeginn, mit einer Tasse Kaffee in der Hand in der Tür. „Klar, was geht ab?“ lächelte er mir flapsig zu. „Sag mal Stev, Du bist ja auch schon ein paar Jahre hier, oder?“ Er fing an zu lachen und setzte sich freudestrahlend auf das Sofa, welches in meinem Büro steht und sehr oft für mich ein kreativer Rückzugsort ist. Hier verbrachte ich schon viel Zeit. Immer wenn ich Beiträge plane, Bilder bearbeite oder Texte kreiere ziehe ich meine Schuhe aus, zünde mir eine Kerze an und setze mich auf das Sofa.Das schafft in mir eine unglaubliche Gemütlichkeit und lässt mich oft vor Kreativität übersprudeln. Klingt romantisch, oder? Aber zurück zu unserem Strahlemann.

„Ich arbeite mittlerweile genau 15 Jahre in diesem Unternehmen. Ohne Pause. Und das, obwohl ich mir für mein Berufsleben doch eine ganz andere Richtung ausgedacht habe. Aber eigentlich kommt es doch immer anders als man plant, oder?“ Ich bin so gespannt und kann kaum erwarten bis Stev mir mehr erzählt. Privat kenne ich Stev durch eine jahrelange Freundschaft zu meinem Mann zwar auch schon ziemlich gut aber dieser Teil von Stev ist selbst mir neu.

„Sag mal, wieso willst Du das eigentlich wissen?“ schaut Er mich fragend an.

„Ich möchte über Menschen in diesem Unternehmen schreiben, dessen Leben sich durch den Job in der Gastro Urban GmbH zum Positiven verändert hat.“ Er nickt und atmet durch. „Mein Traum war es immer auf einem Kreuzfahrtschiff zu kochen. Und das war auch genau das, was eintreffen sollte. Ich kam damals nur ins Tims, um die Zeit zu überbrücken, bis das Kreuzfahrtschiff auf Tour ging. Ich war hier sowas wie eine Aushilfe, hatte eigentlich null Interesse an einem festen Job. Ich wollte einfach nur die Zeit totschlagen, bis meine wahre Karriere losging! Ja, aber dann passierte das wohl schönste im Leben und meine Dani, die damals noch meine Freundin war und heute meine Ehefrau ist, verkündete mir, dass ich Vater werde. Da hatte sich das für mich sofort erledigt mit der großen Reise, denn ich wollte ja bei meiner Familie sein.“ Es klang so schön, wie Stev mir von diesem Abschnitt in seinem Leben erzählte. Ich hakte sofort nach „Und dann bist Du einfach hier geblieben?“Er erklärte: „Ja, Alex sah sofort Potenzial in mir, obwohl ich nur Aushilfe war und mich eigentlich gar nicht eingebracht habe, so dass er mich sofort fest einstellte und mich ab da an sehr forderte und ja, er förderte mich auch, wo er konnte.“

Da fällt mir sofort ein, was Sascha mir erzählt hat.

„Und wie empfindest Du die betrieblichen Umstände?“, möchte ich von Stev wissen. Stev macht große Augen und wirkt kurz wie versteinert. „Ja, da muss ich einfach ehrlich sagen, dass die Arbeitsbedingungen vor 15 Jahren nicht ansatzweise mit denen von heute zu vergleichen sind. Arbeitsabläufe waren unmöglich geplant, das Team lief nicht in dieselbe Richtung und der Arbeitsalltag war super anstrengend. Davon ist heute nicht mehr viel übrig. Damals hatte ich das Glück, dass 1,5 Jahre später Markus dazu kam und wir dann gemeinsam an einem Strang gezogen haben. Wir haben gemeinsam die Küche geleitet, das Küchenteam geformt und von da an ging es total bergauf. Es war eine mega gute Zeit und ich denke immer wieder gerne zurück!“

Stev fügte hinzu „2014 durfte ich dann meinen Ausbilderschein machen und sogar meinen ersten Koch Azubi ausbilden. Seitdem mache ich eine kontinuierliche Entwicklung durch. Heute kann ich die betriebliche Weiterentwicklung der Gastro Urban GmbH nur positiv befürworten und finde es krass, wie straight wir unseren Weg gegangen sind. Mittlerweile bin ich seit vielen Jahren Küchenleitung und helfe sogar als Seminarleiter, junge Menschen durch die Ausbildung in der Luchs Akademie. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Weg hier!... Aber ich muss Dich jetzt verlassen.“ Stev schaut erschrocken auf die Uhr. „Oh Gott, ich bin schon viel zu spät dran, war schön mit Dir Michaela, aber ich muss sofort runter …!“ Noch bevor ich mich verabschieden konnte, war er auch schon weg. Ich saß da und ließ mir all die Gespräche mit den verschiedenen Kollegen noch einmal durch den Kopf gehen, als mir einfällt, was Alex vor einiger Zeit gesagt hatte. „Ich bin wahnsinnig stolz, in welche Richtung wir uns bewegen und wie krass ist das bitte, dass wir heute über Selbstführungskompetenzen sprechen! Das war vor vielen Jahren nicht mal Thema und heute ist es nicht mehr wegzudenken. Ich fühle mich emotional berührt, wie mein Team diese Schritte mit mir geht und wie sich mein Unternehmen entwickelt.“